Das Trendlinien-Ausbruchssystem von Ulf Jensen

Er fand das System durch Optimierung der zuvor stehenden Signale für das Breakout mit dem Computer, im Verlaufe der Trading-Meisterschaft. Es ergab sich nämlich, daß der Computer angab, daß die folgenden vier Kriterien für ein bevorstehendes Breakout die größte Wahrscheinlichkeit anzeigen:

• %D von neun Bars steigend

• Kurtosis steigend

• der Kurtosis des RSI steigend

• der Kurtosis des RSI größer als 50

Für Durchbrüche nach unten gilt das Gleiche eben umgekehrt, also Stochastik, Kurtosis fallend und der Kurtosis vom RSI fallend und kleiner als 50.

Inside-Tag Breaksysteme

• Diese gehören zu den beliebtesten Breaksystemen überhaupt und waren früher äußerst ertragreich, weil sie der Grundtendenz entsprechen der Kontraktion und Expansion, die die Märkte beherrschen.

• Früher waren sie auch sehr ertragreich, jedoch wird es durch ihre Beliebtheit immer schwieriger sie zu handeln, da falsche Ausbrüche sich häufen über die Hochs bzw. Tiefs des Inside-Tages und auch die Tendenz besteht, daß noch ein weiterer Inside-Tag folgt, etwas verschoben, was auch ein falsches Signal gibt.
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Die günstigsten Situationen für Break-Systeme

Allgemein funktionieren Breaks immer dann, wenn ein starker Trend im Markt liegt, man wird also die Trendindikatoren beachten müssen.

Eine besonders günstige Situation ist das Kriechen der Kurse entlang der Bollinger-Bänder, wenn die Bänder einen Trend haben, also nach oben oder unten gehen. Diese Strategie wird in einem Artikel beschrieben.

Was das Daytraden betrifft, so arbeiten fast alle käuflichen Breaksysteme mit Breaks aus der Eröffnungsphase. Gerade hier funktionieren aber die Breaksysteme weniger gut. Besser ist die Mittagsphase geeignet, da hier die Profis den dünnen Markt leicht bewegen können, am besten aber die Schlußphase, die letzten eineinhalb Stunden.

Niedrige Volatilität, und zwar Historische Volatilität, ist immer ein Zeichen, daß eine größere Bewegung ansteht. Dies ist günstig für Breaksystem, wenngleich hier häufiger Fehlsignale in die falsche Richtung erscheinen. Connors und Hayward empfehlen, Breaks zu traden, wenn der 10-Tage-Wert der historischen Volatilität weniger als die Hälfte beträgt des 100-Tages-Wertes. Dies funktioniert sehr gut bei Aktienindizes. Für das Timing muß man dann allerdings andere Indikatoren benutzen. Man kann dieses System variieren für das Daytraden und kürzere Zeiträume verwenden. Auch hier findet man günstige Situationen.

Anti-Breaksysteme dagegen sind vor allem dann interessant, wenn Trendindikatoren, wie z.B. der ADX, der RAVI oder der Fractal-Trend-Indikator sinken. Ähnlich verhält sich auch Chaikins Volatilität. In all diesen Fällen scheitern Breaks,die auftreten,meist bei den Kursen.Dagegen sind Breaksysteme günstiger,wenn diese Indikatoren steigen.Weiterhin sollte man die Historische Volatiltität beachten und sie verbinden mit dem Ansatz von Toby Crable (NR4/NR7) bzw. die Gesetzmäßigkeiten von Kontraktion und Expansion.

Bei den einzelnen Indikatoren ist zu beachten, ob sie einen Vorlauf vor den Kursen haben. Ist dies der Fall, lassen sich ihre Signale sehr gut kombinieren mit Breakoutsystemen, z.B. haben eine viele moderne Indikatoren einen solchen Vorlauf, z.B. der Predict-Indicator, aber auch traditionelle Momentum-Indikatoren, wie der DMI. Aber auch Indikatoren, die keinen Vorlauf haben, können im negativen Sinne nützlich sein: Geschieht z.B. ein Break, während die oben aufgeführten Trendindikatoren sinken, ist die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns groß, aber auch, wenn Trendfolgeindikatoren, wie der MACD, gleichzeitig sinken oder negative Divergenzen ausbilden.

Das beste Break-System

Obwohl es sich formal um ein Breaksystem handelt,unterscheidet sich dieses durch andere Break-Systeme,weil es eine konkrete Idee hat.Diese besteht darin,den Spieß sozusagen umzudrehen, während normalerweise die Profis das Verhalten der Break-Trader ausnutzen,indem sie die Stops jagen,wird hier versucht,das Verhalten der Profis,nämlich das Stop-Jagen,auszunutzen.
Goodwin empfiehlt dieses System für die Benutzung mit Tages-Bars,man kann es allerdings analog auch auf kürzeren Zeitrahmen anwenden,Voraussetzung ist immer,daß das Kursziel eine wichtige Widerstands-und Unterstützungslinie ist,im Idealfall ein Spike,wo man sicher sein kann,das sehr viele Stop-Losses und Buy-und Sell-Stops liegen,so daß es sich um ein wichtiges Ziel für die Profis handelt, um hier die Stops zu jagen.
Man kauft ein Break über ein Hoch eines Korrekturtages,das nach Möglichkeit nicht sehr weit entfernt liegt von dem letzten Hoch des Marktes,idealerweise nicht mehr als drei Tage bzw. Bars.
Die Entfernung darf nicht zu weit sein,denn über zu weite Strecken können die Stop-Jäger den Markt nicht bewegen.Sie darf natürlich nicht zu nahe sein,da es sonst zu wenig Gewinnpotential gibt.
Erreicht der Markt das letzte Hoch,kann man entscheiden,ob man gleich Gewinne mitnimmt oder erst einmal abwartet,ob vielleicht das Break tatsächlich geschieht,dann gewinnt man sozusagen doppelt. Man kann sich dieses Abwarten erlauben,da man hier bereits im Gewinn ist und ein Rückschlag nur zu einer kleinen Minderung des Gewinns führen wird,wenn man in diesem Fall schnell aussteigt.Geschieht das Break des großen Widerstandes aber doch,dann wird man ein Vielfaches von dem gewinnen,was man jetzt schon hat.
Analog leerverkauft man im Abwärtstrend den Markt,wenn die Kurse das Tief eines Rallye-Tages,also eines Tages,an dem die Kurse gestiegen sind,herausnimmt,das etwas oberhalb liegt des letzten größeren Markttiefs.

Kennen Sie schon den Ross-Haken?

Die einfachste Trading-Idee überhaupt auf die jeder kommt,auch wenn er von Technik keine Ahnung hat,besteht darin,mit dem Trend zu gehen und zu warten,wenn das letzte Hoch oder das letzte Tief herausgenommen wird.Dies wurde zu allen Zeiten versucht,war aber am Aktienmarkt nie sehr erfolgreich,weil hier eben die Manipulationsmöglichkeiten sehr groß sind und die Profis nur darauf warten,den vielen Laien,die so traden,das Geld abzunehmen.Nichtsdestotrotz sind die meisten käuflich erworbenen Systeme solche Break-Systeme.Ein typisches Beispiel sind die Systeme von Joe Ross,der allen Ernstes die jeweiligen letzten Hochs und  Tiefs als Ross-Haken umgetauft hat und solche Trading-Systeme vermarktet,offensichtlich mit großem Erfolg.Nun versagen natürlich alle mechanischen Systeme,die Gründe werden HIER dargestellt.Darüberhinaus haben aber Breaksysteme noch eine Reihe von zusätzlichen Problemen.Grundsätzliche Fragen,ob ein Break korrekt ist oder nicht,werden bei der Technik behandelt,auf der Seite Breaks.
Die Mehrzahl der Breaks scheitert,so daß der Draw-Down sehr groß ist.Nehmen wir z.B. an,daß man mit einem einfachen Breakout-System,etwa über einen „Ross-Haken“ 20% Gewinn in der Woche machen würde(und in den meisten Wochen würde das System keinen Gewinn machen), dann wäre de facto kein privater Trader in der Lage,diesen Gewinn zu realisieren:Nehmen wir realistischerweise an,es wären vier Trades nötig,die ersten drei würden je 20000$ von einem 100000$-Konto verlieren und das vierte würde den verbliebenen Einsatz verdreifachen,also aus 40000 120000 machen.Nun würden die meisten Trader schon aufgeben,wenn sie mehr als die Hälfte des Kapitals verloren haben und wenn ein Trader handeln würde,hätte er nicht die Nerven,den Gewinntrade bis zum Schluß durchzuhalten,er würde bei der ersten größeren Korrektur aussteigen,z.B. wenn sich das Kapital verdoppelt hat,so daß das System statt dem Papiergewinn von 20000$ einen realen Verlust von 20000$ erzielen würde.
Allgemein setzt ein Breaksystem voraus,daß ein starker Trend im Markt liegt.Dies ist nur phasenweise der Fall.Deshalb ist es grundsätzlich sinnvoller mit den hier gezeigten Methoden jene Phasen zu selektieren,wo Breaksysteme günstig sind,als grundsätzlich auf Breaksysteme zu spielen.
Die große Mehrzahl der Marktteilnehmer arbeitet mit Breaksystemen.Tut man dies auch,so ist man also zwangsläufig auf der Verliererseite,denn die Mehrzahl muß verlieren,damit das Spiel weitergehen kann.Irgendjemand muß die Gewinne zahlen.Das bedeutet natürlich nicht,daß die Mehrheit immer verliert,aber sie verliert immer auf Dauer.
Tradet man darüberhinaus die am Markt frei erhältlichen Systeme,sei es in Büchern oder in Trading-Seminaren,tradet man zusammen mit vielen tausend anderen,was die Handelskosten stark erhöht,da eine große Slippage auftritt.
Es gibt über 2000 verschiedene Indikatoren,die Möglichkeiten,je zwei bis drei von ihnen zu einem System zusammenzustellen,bieten schon mehrere Milliarden denkbare Systeme.Dies vergrößert sich noch erheblich,wenn man die Parameter,also die Einstellungswerte der einzelnen Indikatoren verändern würde.Nimmt man jetzt noch die Breaks hinzu,wird das Ganze beinahe unendlich,weil hier hauptsächlich mit Parametern gearbeitet wird,also z.B. mit prozentualen Zahlen,wann man in den Markt geht,wann ein bestimmter Punkt herausgenommen wird,usw.Man kann also beliebig viele Systeme generieren,die natürlich alles scheitern müssen,falls sie keine Trading-Idee haben.Die Breaksysteme sind vor allem deshalb so beliebt,weil man sich sagt,daß die Kurse irgendwann über das letzte Hoch steigen oder über das letzte Tief fallen müssen.Dies ist aber keine echte Trading-Idee.
Die Profis an den Märkten und die Institutionellen kennen die Vorliebe für Breaksysteme und da es eben einfach ist zu wissen,wann die kleinen Spieler bei einem Breaksystem in den Markt gehen oder wo sie ihre Stops legen werden,ist das Jagen von Stops und das Jagen der kleinen Spieler bei falschen Breakouts an den Börsen und Märkten so institutionalisiert,wie der Kölner Karneval.Man kann sehr gut z.B. die Bewegungen im Tagesverlauf voraussagen,wenn man weiß,wo die kleinen Spieler ihre Stops,seien es die Stop Losses oder die Eintrittsstops für Breaks legen.Denn die Profis werden diese abräumen.
FAZIT: Breaksysteme sind nur in ganz bestimmten Phasen ertragreich,wenn ein sehr starker Trend besteht.Grundsätzlich sollte man sich mehr auf die Anti-Breaksysteme verlegen.Allerdings sollte man auch diese nicht mechanisch anwenden,sondern sich immer mit Hilfe der hier dargestellten Methoden ein Bild über die Lage machen.
Daß nicht alle,die im Markt forschen,versuchen,Leuten Systeme zu verkaufen,zeigt die Praxis von George Pruitt.Der Direktor der Firma Future Truth pflegt Besuchern zum Abschied regelmäßig ein Breakout-System zu schenken und zwar ein persönliches,also für jeden Besucher ein neues,das er innerhalb von zwei Minuten aus seiner Datenbank generiert und das auch zumindest zum Zeitpunkt der Generierung gewinnträchtig ist.Meist hat dies zudem noch eine sinnvolle Trading-Idee,was man von den meisten handelbaren nicht sagen kann.Ein solches System von Pruitt finden Sie HIER.
Weiterhin sollte man Breaksysteme nur anwenden,wenn der Markt kontrahiert ist,also die Volatilität stark gesunken ist.Dann erhöhen sich die Chancen für ein erfolgreiches Break erheblich.Die Konzepte von Kontraktion und Expansion werden HIER dargestellt.
Etwas differenzierter sind Breaksysteme für Aktien zu betrachten,da viele Aktien ein besseres Trendverhalten zeigen als der Aktienmarkt als Ganzes.Einige Breaksysteme für Aktien werden bei Aktien besprochen, ein System finden Sie z.B. HIER.

Volatilitäts-Stops

Dies ist eine Variante der Pivot-Punkte, Volatilität gemeint hier, daß man mit der durchschnittlichen Handelsspanne der letzten n-Tage arbeitet, also die Schwankungsbreite, die Volatilität berücksichtigt. Trotz des Namens ist dieses Verfahren nicht nur gedacht, um Stop Losses zu setzen, man kann es ebenso auch für den Eintritt benutzen, da hier sehr häufig Marktwenden geschehen.
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