Schmetter-Tage

Eng verwandt mit der Idee des Oops-Systems ist die Idee der Schmetter-Tage, die ebenfalls von Larry Williams stammt. Anders als beim Oops-System sind hier nicht zwangsläufig Lücken nötig, wenngleich sie sich häufig ergeben. Die Schmetter-Tage können auch gut im Intraday-Bereich angewendet werden, z.B. in 15-Minuten- und Stundencharts. Weitere Ausführungen finden Sie hier.

10%-Oops Handelssystem

Das System stammt von Arthur Sklerew. Es handelt sich um eine Variante des Oops-Systems.
Für den Kauf muß der Markt in den oberen 10% seiner Tages-Ranges schließen, also Stärke zeigen am ersten Tag. Am nächsten muß dann eine Lücke nach unten auftreten. Man legt jetzt eine Kauforder auf das Tief von Tag 1. Der anfängliche Stop sollte nicht weit sein vom Eröffnungskurs des Tag 2.

Das System funktioniert in fast allen Märkten, jedoch nicht bei Bonds. Es funktioniert auch bei Einzelaktien. Für Verkaufsgeschäfte gelten die Regeln analog im umgekehrten Sinne.

 Breakaway-Lücken, Fortsetzungs- und Erschöpfungs-Lücken

Relativ schwierig ist es, die Fortsetzungs-Lücke von der Erschöpfungs-Lücke zu unterscheiden, da beide meist geschlossen werden, die Fortsetzungslücke nur kurzzeitig im Intraday-Bereich. Ein Indiz gibt meist das Volumen, wobei hohes Volumen für eine Erschöpfungslücke spricht, also letztlich für eine baldige Wende und niedriges Volumen für eine Fortsetzungslücke.

Die Regel der Drei von Grant Noble

Diese Regel hat nichts zu tun mit der bekannteren Regel der Drei von Gann (vgl. hier). Sie ist auch nicht so wichtig, wie diese. Es handelt sich um eine einfache Faustregel für das Schließen der Lücken. Sie besagt, daß, wenn eine Lücke nicht in drei Minuten geschlossen wird, sie in drei Stunden geschlossen wird, ist das nicht der Fall, in drei Tagen und dann in drei Wochen. Diese Regel funktioniert allerdings nur bei Märkten mit sehr hoher Volatilität und vielen Laien-Tradern, besonders bei Getreiden.

Der statistische Ansatz bei Lücken

Es ist sinnvoll mit jeweils aktualisierten Zahlen zu berechnen, wie groß die Lücke sein muß, damit sie wahrscheinlich nicht geschlossen wird. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, z.B. 80%.

Es hat wenig Sinn, hier historische Untersuchungen zu zitieren, da nicht nur die Indizes heute ein ganz anderes Niveau haben als früher, aber auch, weil diese Zahl stark schwankt, je nach der aktuellen Börsenstimmung.

Man muß hier also mit Fingerspitzengefühl arbeiten und die Zahlen aus vergleichbaren aktuellen Börsenphasen nehmen, nach Möglichkeit auch getrennt nach Aufwärts- und Abwärtslücke.

Marktblasen in der Mittagszeit

• Die Mittagszeit hat sich in den letzten Jahren verschoben. Sie dauert heute etwa von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr CST. Dies ist eine sehr gute Zeit für das Breakout-Traden, denn in dieser dünnen Marktphase sind Breakout-Bewegungen meist erfolgreich, wenn auch häufig nicht für allzu lange Zeit, d.h. am weiteren Nachmittag werden die Kurse dann meist wieder in die Vormittags-Richtung gehen.

• Besonders sicher ist die Gegenbewegung, wenn am Vormittag die Kurse gefallen sind (jedenfalls in einer Bullenphase) und zwar um mehr als 0,75%. Es lohnt sich dann, den Markt zu kaufen am Beginn der Mittagsphase, wenn hier eine Wende auftritt, allerdings muß man noch zusätzliche Indikatoren als Filter einsetzen.

Das 1-2-3-4-System von Cooper

Idee
Das System stammt von Jeff Cooper, er wertete eine Idee von Gann aus, der schrieb, daß Märkte, die entweder sehr stark oder sehr schwach sind, normalerweise nicht mehr als drei Tage korrigieren.
Die statistische Auswertung zeigte, daß dies in der Tat mit erstaunlicher Häufigkeit der Fall ist. Daher verbanden wir hier einen Trendmesser, nämlich den ADX und Mustererkennung.
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